Ablösbarkeit
Die Ablösbarkeit ist in der Praxis relativer Begriff, der beschreibt, mit welcher Kraft oder unter welchen Bedingungen (ohne Rückstände zu hinterlassen) Heißprägefolie wieder abgelöst werden können.
Um herauszufinden, ob es sich um eine ablösbares oder permanent haftende Folie handelt, sollte man den Finger nach der Prägung stark über die Kennzeichnung wischen. Bleiben dann viele Pigmente am Finger haften ist das Ergebnis nicht ausreichend.
Abriebfestigkeit
Die Abriebfestigkeit kennzeichnet den mechanischen Widerstand (reibenden, mechanischen Beanspruchungen) einer Oberfläche, abhängig von seiner Beschaffenheit, der Art der Reibfläche, dem Scheuerdruck und der Einwirkzeit.
Bei meßtechnischer Prüfung wirkt eine reibende Fläche von bestimmter Größe und Beschaffenheit unter Druck auf den Bedruckstoff ein. Die Abriebfestigkeit der Druckfarbe ist besonders bei Verpackungen eines der wesentlichen Qualitätsmerkmale.
Barcode
Der Barcode (englisch bar = Strich) ist eine maschinenlesbare Schrift, die aus unterschiedlich breiten Strichen und Lücken gebildet wird. Mittels optischer Abtaster, so genannter Strichcodelesegeräte (oder Barcodeleser, umgangssprachlich auch Scanner) wird sie maschinell gelesen und in der EDV weiterverarbeitet.
Code 128
Der Code 128 kann 128 Zeichen darstellen (Buchstaben einschl. Groß- und Kleinschreibung). Im numerischen Bereich besteht im Gegensatz zum Code 39 eine Optimierungsmöglichkeit durch die paarweise Codierung von Ziffern (dadurch ergibt sich auch eine platzoptimierte Darstellung). Die Symbologie arbeitet mit 4 unterschiedlichen Strichstärken.
Wo Etikettenbreite eine Rolle spielt und numerische Daten oder Kleinbuchstaben involviert sind, ist Code 128 die beste Alternative. Code 128 verwendet darüber hinaus ein äußerst effizientes, rein numerisches Verpackungsschema, wodurch Barcodes mit sehr hoher Dichte produziert werden, und Code 128 unterstützt alle 128 ASCII-Zeichen. Nicht alle 128 Leser können Code 128 lesen. Bevor Sie sich also für diesen Barcode als Standard entscheiden, vergewissern Sie sich bitte, daß Ihre Leser Code 128 unterstützt.
Code 39
Der klassische Barcodetyp ist Code 39 (auch als Code 3 von 9 bezeichnet), der aus 9 Balken und Zwischenräumen besteht; drei davon sind breit, die anderen sechs schmal. In Code 39 sind 3 von insgesamt 9 Balken und Zwischenräumen breit (daher der Name Code 3 von 9). Wollten Sie den Barcode ABCD drucken, so müßten Sie diesen mit einem speziellen Start-/Stoppzeichen beginnen und beenden - für Code 39 verwendet man hierzu das Sternchen (*). Um also den Barcode ABCD zu drucken, müßten Sie diesen als *ABCD* eingeben. Links und rechts von dem Code sollte eine weiße Ruhezone von mindestens 6,5 mm freigelassen werden, damit der Leser leichter erkennen kann, wo der Barcode beginnt und aufhört. Andere Barcodetypen werden auf ähnliche Weise konstruiert. UPC/EAN-Barcodes haben vier Breiten von Balken und Zwischenräumen, ebenso wie auch Code 128. Der Code 39 kann 43 Zeichen darstellen (0-9, 26 Buchstaben, 7 Sonderzeichen). Jedes Zeichen wird durch eine „3„ aus „9„ Strichkombination dargestellt, bestehend aus zwei unterschiedlichen Strichstärken.
Barcodes ohne Prüfziffer (z.B. Code 39, Code 93, Codabar und 2 aus 5 Industrie) können direkt in der Zielapplikation eingegeben werden und sind dann mit der entsprechenden (Barcode-) Schriftart zu formatieren. Für Barcodes mit Interleaving oder Prüfziffer gibt es ein eigenständiges Programm, dass dieselben berechnet. Die so berechneten Barcodes werden dann über die Zwischenablage in die Zielapplikation eingefügt.
Continuous Inkjet
Continuous Inkjet ist ein Drucksystem, bei dem die Druckköpfe einen kontinuierlichen Tintenstrahl von Tröpfchen mit definiertem Durchmesser erzeugen, wobei die nicht für die Bebilderung benötigten Tröpfchen beim Passieren einer Ladestation elektrisch aufgeladen und unter Einfluss des elektrischen Felds der Ablenkelektroden den Weg in einen Tröpfchenfänger nehmen, über den sie wieder in den Tintenbehälter zurückgelangen; die zum Erzeugen des Bildes benötigten Tröpfchen sind nicht geladen, werden also auch nicht abgelenkt, sondern auf das Substrat geschossen.
Drop on demand
Bei der Drop-on-Demand-Technologie wird jede Düse einzeln gesteuert. Vorteil ist die einfache Technik und damit ein niedriger Preis. Besonders große Schriften können erzeugt werden, weil auch die Düsendurchmesser entsprechend groß sind. Das Schriftbild ist bei Verwendung der Drop-on-Demand-Technik sauber und gut lesbar. Schnell und problemlos werden auch empfindliche, und unebene Oberflächen sauber beschriftet. Es stehen Tinten für poröse Oberflächen (Papier, Pappe, Holz etc.) und glatte Oberflächen (Kunststoff, Metall, Glas etc.) in unterschiedlichen Farben zur Verfügung.
EAN-Strichcode
European Articel Number Code (EAN) von 1997.
Europaweit einheitlicher maschinenlesbarer Strichcode (8-, 13- oder 14-stellig) zur Identifikation von Artikeln und Leistungen. Die beiden ersten Stellen des gebräuchlichen 13-stelligen Codes stehen für das Herkunftsland, die nächsten 5 für die bundeseinheitliche Betriebsnummer (bbn), die nächsten 5 enthalten die individuelle Artikelnummer des Herstellers und die letzte Ziffer dient als Prüfziffer. Der EAN-Code bildet die Grundlage für den Einsatz der Barcode-Scanner-Technologie und erleichtert wesentlich die elektronische Kommunikation.
Extruder
Als Extruder bezeichnet man eine Maschine in der Kunststoff-Herstellung, die feste oder flüssige Rohkunststoffe als Formmasse aufnimmt und kontinuierlich aus einer Öffnung preßt. Dabei kann die Formmasse verdichtet, gemischt, plastifiziert, homogenisiert oder chemisch umgewandelt werden. Der Extruder wird u.a. zur Herstellung von Blas-, Gieß- und Kalanderfolien eingesetzt.
Farbbänder
Farbbänder bestehen aus Wachs-, Wachs/Harz- oder reinen Harz-Verbindungen.
Sie dienen zum Bedrucken unterschiedlichster Materialien mit Druckern (Heißprägesystemen oder Foliendirektdrucker). Die Farbbandzusammensetzung muß auf das zu bedruckende Material und die Drucktemperatur abgestimmt sein, um eine optimale Druckqualität zu erzielen. Farbbänder sind in verschiedenen Farben erhältlich.
Farbbänder werden speziell bei Heißprägesystemen und Thermotransfer-Druckern zum Bedrucken von Folien, Papier und Etiketten eingesetzt. Sie werden auch als Folie, Carbonband, Ribbon, Druckfolie oder Thermotransferband bezeichnet. Jedes Farbband bzw. jede Folie verfügt über spezielle Eigenschaften, die den speziellen Anforderungen der zu bedruckenden Materialien entsprechen müssen.
Foliendirektdrucker
Foliendirektdrucker sind Hochgeschwindigkeits-Drucker zur Installation in mehrbahnigen Verpackungsautomaten. Ohne den Umweg über ein Etikett wird im Thermotransferverfahren die Druckinformation direkt auf die Verpackungsfolie des Produkts mit einem exakten Schriftbild aufgedruckt.
Foliendirektdrucker sind damit bei Verpackungsautomaten ein ideales Kennzeichnungssystem zur flexiblen Bedruckung von Packmitteln mit Losnummer, Mindesthaltbarkeitsdatum, Produktionsdatum, Barcode, Logo und Text.
Großschriftsysteme
Großschriftsysteme werden besonders für große Textinformationen auf saugfähigen Oberflächen oder die DOD NZ System zur Beschriftung von Kartons mit Inhalts-Daten, Strichcodes (Barcode) und Logistik-Informationen eingesetzt.
Großschriftsysteme werden vorwiegend zur Kennzeichnung von Kartonagen, Trays, Säcken und Faltschachteln eingesetzt.
Die direkte Beschriftung von Produkten und Verpackungen mit Tintenstrahldruckern ist als kostengünstig, effektive und flexible Kennzeichnungsmethode an automatisierten Produktlinien überall anerkannt. Zwei unterschiedliche Verfahren stehen zur Auswahl: Piezotechnik und Drop-on-Demand.
Heißprägung
Heißprägung ist ein Druckprozeß, bei dem das Druckbild durch Hitze und Druck von einer Spezialfolie auf das zu bedruckende Material übertragen wird.
Ein Prägedruck im Hochdruckverfahren, bei dem statt Druckfarbe farbige Folie eingesetzt wird. Die geprägten Bildstellen stehen erhaben oder vertieft auf dem Bedruckstoff. Mit einem beheizten Prägestempel bzw. einer Prägeplatte wird eine dünne Folie auf das Papier aufgebracht. Die farbige Folie löst sich beim Prägevorgang durch Druck und Hitze von ihrem Trägermaterial und verbindet sich mit dem Bedruckstoff. Mit der Heißfolienprägung werden häufig Buchtitel, Einbände und Verpackungen veredelt.
Ein ähnliches Prinzip besteht bei den Thermotransfer-Druckern und Farbbändern.
Farbbänder, die speziell bei Thermotransfer-Druckern eingesetzt zum Bedrucken von Folien, Papier und Etiketten, werden auch als Folie, Carbonband, Ribbon, Druckfolie oder Thermotransferband bezeichnet. Jedes Farbband bzw. Folie verfügt über spezielle Eigenschaften, die den speziellen Anforderungen der zu bedruckenden Materialien entsprechen müssen.
Hotmelt-Farbrollen
Synthesekautschuk-Farbe, bei dem sämtliche Bestandteile durch Erhitzen verflüssigt und aufgetragen werden.
Inkjet
Der Begriff Inkjet (= engl. Farb-Strahl) beschreibt mehrere verwandte Technologien, bei denen sehr kleine Tintentropfen durch Luft aus einem Druckkopf gedrückt werden, auf eine Oberfläche auftreffen und dort ein Druckbild erzeugen.
ISO
ISO: International Organisation for Standardization
Weltweite Vereinigung nationaler Normungsinstitute, der auch das Deutsche Institut für Normung (DIN) angehört
JET Systeme
Tintenstrahlsysteme für die Kennzeichnung von Produkten mit Produktionsdaten oder Haltbarkeitsdaten. Es handelt sich hierbei nicht um übliche Tintenstrahlsysteme aus dem Office Bereich, sondern es geht um spezielle für den industriellen Einsatz konzipierte Drucker.
Kennzeichnungstechnik
Kennzeichnungstechnik ist der zusammenfassende Begriff für alle industriellen Verfahren zur Kennzeichnung, Beschriftung, Codierung und Markierung von Produkten und Verpackungen zu deren eindeutigen Identifikation.
Kleinschrift
Für die Beschriftung des Endproduktes z.B. mit einem Mindesthaltbarkeits-Datum, einer Loskennzeichnung, Barcodes, Logos, Ziffer, etc..
Die individuelle Beschriftung mit Inkjet Kleinschriftsystemen bieten entscheidende Vorteile: vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, große Flexibilität und ein Druckbild mit hoher Auflösung. Berührungslos und schnell werden die Produkte oder Verpackungen beschriftet.
Laufrichtung
Laufrichtung bezeichnet die Herstellungsrichtung in der Maschine. Es kann auch die Laufrichtung eines Transportbandes gemeint sein. Für die Kennzeichung ist es wichtig um die korrekte Darstellung der zu druckenden Zeichen zu steuern.